Michael Ernst German Master 2026

Bei den German Masters 2026 im Freistil der Klasse bis 88 kg bekam es Michael Ernst direkt mit hochkarätigen und erfahrenen Gegnern aus dem Bundesligabereich zu tun.

Im ersten Kampf stand ihm Robert Scheffert vom ASV Germania Freiburg gegenüber. Scheffert gehört seit Jahren zu den starken Ringern seiner Altersklasse und belegte bei den German Masters 2025 den dritten Platz in der Klasse 51–55. Bereits innerhalb der ersten zehn Sekunden wurde der Kampf äußerst hart geführt. Nach mehreren Kopfstößen sowie einem Finger im Auge erhielt der Freiburger eine Verwarnung, wodurch Michael Ernst ein Punkt zugesprochen wurde. Trotz deutlicher Sichtprobleme kämpfte er unbeirrt weiter.

Scheffert konnte sich anschließend mit zwei Wertungen eine 4:1-Führung erarbeiten. Doch Michael Ernst zeigte große Moral und setzte einen starken Beinangriff an, der bis an die Schultern führte, letztlich jedoch im Aus endete und dennoch mit vier Punkten bewertet wurde. Damit drehte er den Kampf auf 5:4. Erst rund 15 Sekunden vor Kampfende musste er sich nach einer unglücklichen Aktion auf Schultern geschlagen geben.

Im zweiten Kampf wartete mit Ralf Grüble von der KG Baienfurt erneut ein absoluter Hochkaräter. Grüble kämpft für die KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt, die aktuell in der 2. Bundesliga Süd antritt und in den vergangenen Jahren sogar Erstliga-Erfahrung sammeln konnte. Sportlich gehört Grüble seit Jahren zur nationalen Spitze der German Masters. 2024 wurde er Deutscher Vizemeister in Neuss, bei den German Masters 2025 erreichte er Platz 2 im Freistil bis 88 kg sowie Platz 3 im griechisch-römischen Stil.

Somit standen sich zwei erfolgreiche Vizemeister der German Masters 2025 gegenüber. jeweils in ihrer Altersklasse.

Michael Ernst startete konzentriert in den Kampf. Nach einer abgewehrten Aktion gab er zunächst einen Punkt ab und geriet mit 0:1 in Rückstand. Anschließend setzte er jedoch einen starken Beinangriff an, der erneut bis an die Schultern führte, jedoch im Aus endete und ihm trotzdem eine 4:1-Führung einbrachte. Als Grüble später einen Überwurf ansetzen wollte, reagierte Michael Ernst hervorragend, fing die Aktion sauber ab und konterte direkt mit einer weiteren Beinaktion zum 6:1. Aus dieser Situation heraus gelang ihm schließlich sogar der Schultersieg gegen den favorisierten Bundesligaringer — eine starke und überraschende Leistung auf diesem hohen Niveau.

Im dritten Kampf traf Michael Ernst mit Musa Bisultanov vom Lüneburger SV auf einen mehrfachen Deutschen Meister und damit erneut auf einen absoluten Spitzenringer. Gegen den technisch und körperlich überlegenen Gegner fand er kaum Zugriff auf den Kampf und musste sich letztlich deutlich mit 0:11 geschlagen geben.

Trotz der Niederlage zeigte sich damit nochmals das enorme Niveau der diesjährigen German Masters, bei denen Michael Ernst ausschließlich auf erfahrene und national erfolgreiche Spitzenringer traf.

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